So arbeite ich

Körperstatik: warum ich nie nur die Stelle behandle, die wehtut

Hüftschmerzen, Knieprobleme, ein Fersenschmerz beim ersten Schritt am Morgen, ein Becken, das schief steht, Rückenschmerzen, Verspannungskopfschmerz: Das sind für mich selten eigenständige Beschwerden. Meistens sind es Meldungen aus einem Körper, dessen Gewicht nicht mehr gleichmäßig verteilt ist.

Zwei Bilder, die alles erklären

Das Haus

Ein Haus braucht ein stabiles Fundament und einen geraden Keller. Ist der Keller schief, wird kein Stockwerk darüber gerade. Und das Verräterische daran: Die Risse zeigen sich nicht unten im Keller, sondern oben in der Wand im dritten Stock.

Man kann diese Risse zuspachteln, immer wieder. Sie kommen wieder, solange das Fundament schief steht. Genau so ist es mit Schmerzen: Sie tauchen dort auf, wo das Material am ehesten nachgibt, nicht dort, wo die Ursache liegt.

Das Auto

Wenn bei einem Auto die Achse nicht sauber ausgerichtet ist, fährt ein Reifen einseitig ab. Man sieht es am Reifen, man ärgert sich über den Reifen, man wechselt den Reifen. Und nach ein paar tausend Kilometern ist der neue Reifen genauso abgefahren.

Der Reifen war nie das Problem. Er war die Stelle, an der sich das Problem gezeigt hat. Was gehört hat, ist eine Achsvermessung. Bei einem Körper heißt das: die Statik anschauen, bevor man an der schmerzenden Stelle herumdrückt.

Deshalb ist meine erste Frage nie, wo genau es wehtut, sondern warum ausgerechnet dort. Ich bringe den Körper wieder ins Lot, damit die Last sich gleichmäßig verteilt. Alles Weitere ergibt sich daraus oft von selbst.

Ein Beispiel, wie sich so etwas aufdröselt

Nehmen wir einen Fersensporn. Er tut morgens beim ersten Schritt weh, immer rechts. Behandelt wird meistens die Ferse: Einlage, Dehnen, Stoßwelle, manchmal eine Spritze. Manchmal reicht das. Und manchmal kommt es wieder, weil die Ferse nie das Thema war. Der Weg dorthin sieht in der Praxis oft so aus:

  • Die Beine sind unterschiedlich lang, echt oder scheinbar. Sehr viel häufiger ist das Zweite: Der Knochen ist gleich lang, aber das Becken steht verdreht, und dadurch wirkt ein Bein kürzer.
  • Das Becken verdreht sich, um den Unterschied auszugleichen. Eine Seite steht höher, eine Beckenhälfte dreht nach vorne, die andere nach hinten.
  • Das Gewicht verschiebt sich. Der Körper steht nicht mehr mittig über beiden Füßen, sondern gibt einer Seite dauerhaft mehr Last.
  • Die rechte Ferse trägt bei jedem Schritt mehr. Bei acht- bis zehntausend Schritten am Tag summiert sich das zu einer Zahl, die niemand ernsthaft nachrechnen möchte.
  • Die Faszie unter dem Fuß und die Rückseite des Beins stehen unter Zug. An der Stelle, wo die Sehne am Fersenbein ansetzt, reagiert der Körper irgendwann auf den Dauerreiz. Der Fersensporn ist die Folge, nicht die Ursache.

Wenn ich in diesem Fall nur die Ferse behandle, arbeite ich am Reifen. Wenn ich das Becken ins Lot bringe und die Zugspannung aus der Kette nehme, bekommt die Ferse wieder eine faire Belastung. Was schon knöchern angebaut ist, verschwindet dadurch nicht, aber der Reiz, der es weiter befeuert, kann nachlassen.

Dieselbe Logik gilt nach oben: Ein einseitig belastetes Knie, eine Hüfte, die im ungünstigen Winkel arbeitet, ein Kreuz, das ständig gegenhält. Es ist immer dieselbe Kette, nur an einer anderen Stelle sichtbar.

Warum der Körper oben ausgleicht, was unten schief steht

Der Körper hat eine Priorität, die er über fast alles stellt: Der Blick muss waagerecht bleiben. Wir müssen sehen, wir müssen den Horizont halten, wir müssen aufrecht durch die Welt gehen. Steht unten etwas schief, wird der Kopf trotzdem geradegestellt. Der Preis dafür wird weiter oben bezahlt.

Deshalb entsteht aus einem verdrehten Becken eine seitliche Ausweichbewegung der Wirbelsäule. Deshalb steht eine Schulter höher als die andere. Deshalb arbeitet der Nacken den ganzen Tag gegen eine Schieflage, die er selbst nicht verursacht hat. Und deshalb kann am Ende der Kette ein Kiefer stehen, der einseitig kaut, weil der Kopf nicht mittig auf der Halswirbelsäule sitzt.

Das ist keine Fehlkonstruktion, sondern eine bemerkenswerte Leistung. Der Körper hält den Betrieb aufrecht, und zwar jahrelang, ohne sich zu beschweren. Er meldet sich erst, wenn die Kompensation selbst zum Problem wird.

Vorne verkürzt, hinten der Schmerz

Der häufigste Fall in meiner Praxis ist der Bürokörper. Wer täglich acht Stunden sitzt, sitzt in einer gebeugten Haltung, und Gewebe richtet sich nach dem, was man von ihm verlangt. Vorne verkürzt sich, was dauernd kurz ist: Hüftbeuger, Bauch, Brustmuskulatur, und das Zwerchfell bekommt in einem zusammengefalteten Brustkorb kaum noch Raum.

Der entscheidende Punkt daran: Der große Hüftbeuger entspringt an der Lendenwirbelsäule. Er verbindet die Wirbel direkt mit dem Oberschenkel. Steht er dauerhaft unter Spannung, zieht er von vorne an genau diesen Wirbeln. Das kann sich als Schmerz im unteren Rücken zeigen, obwohl der Rücken selbst nur der Ort ist, an dem der Zug ankommt.

Deshalb behandle ich bei Kreuzschmerzen sehr häufig die Vorderseite. Das überrascht viele Patienten, weil es hinten wehtut. Aber solange vorne alles fest zieht, bringt es wenig, hinten dagegenzuarbeiten.

Oben läuft dasselbe Muster: Eine feste Brustmuskulatur zieht die Schultern nach vorne, die Brustwirbelsäule rundet sich stärker ein, und damit der Blick wieder waagerecht wird, muss die Halswirbelsäule das nach hinten ausgleichen. Sie steht dann in einer Überstreckung, den ganzen Tag. Genau dort sitzt bei sehr vielen Menschen der Verspannungskopfschmerz.

Wirbel stehen nicht nur nach links und rechts

Wenn von verschobenen Wirbeln die Rede ist, denken die meisten an eine seitliche Verschiebung. Die gibt es, und sie erzeugt ein ungleiches Druck- und Zugverhältnis zwischen links und rechts. Es gibt aber noch eine zweite Richtung, die seltener besprochen wird: vorne und hinten.

Ein Wirbel kann durch dauerhaften Zug von vorne, etwa über einen sehr festen Hüftbeuger, in eine ungünstigere Stellung nach vorne geraten. Aus Sicht der manuellen Therapie kann in diesem Bereich auch eine Spannung aus dem Bauchraum mitwirken. Dort, seitlich an jedem Wirbel, treten die Spinalnerven aus. Ist die Umgebung dieser Austrittsstellen gereizt, kann das Beschwerden verursachen, die scheinbar nichts mit dem Rücken zu tun haben.

In der Behandlung geht es dann nicht um Kraft, sondern um Richtung: die Zugspannung vorne herausnehmen und dem Wirbel wieder Raum geben, sich nach hinten auszurichten, sodass Druck und Zug auf beiden Seiten und in beiden Richtungen wieder ausgeglichener sind.

Zu dieser Arbeit gehört für mich auch der Bauchraum. Die inneren Organe hängen über Bindegewebe an Wirbelsäule, Zwerchfell und Becken, und sie sind an denselben Faszienzügen aufgehängt wie alles andere. Ist dort etwas fest, zieht es an seiner Aufhängung mit. Deshalb behandle ich bei hartnäckigen Rückenbeschwerden auch viszeral, also am Gewebe rund um die Organe, wenn es zum Bild passt.

Was ich mir anschaue

Ich arbeite mich von unten nach oben durch, weil der Körper genauso gebaut ist:

Füße und Fußgewölbe

Das Fundament. Ein abgesunkenes Gewölbe, ein nach innen kippender Knöchel oder eine alte Bänderverletzung verändern die Richtung, in der die Last nach oben läuft.

Knie

Das Knie kann sich seine Belastung nicht aussuchen. Es bekommt, was Fuß und Hüfte ihm vorgeben, und meldet sich, wenn eine Seite dauerhaft mehr abbekommt.

Becken und Hüfte

Für mich der wichtigste Bereich überhaupt. Steht das Becken verdreht oder auf einer Seite höher, verschiebt sich alles darüber und alles darunter.

Körpermitte und Zwerchfell

Zwerchfell, Bauchraum und tiefe Rumpfmuskulatur halten den Aufbau zusammen. Ist die Atmung flach, fehlt dieser Halt von innen.

Wirbelsäule

Sie trägt und dreht. Wo sie ausweichen muss, weil das Becken darunter schief steht, entstehen die festen, unbeweglichen Abschnitte.

Schultergürtel und Kopf

Das Ende der Kette. Der Nacken gleicht bis zuletzt aus, damit die Augen waagerecht bleiben. Was er dafür an Spannung aufbringt, spürt man irgendwann.

Was aus einer schiefen Druckverteilung entstehen kann

Wenn das Gewicht über Jahre ungleich verteilt ist, arbeitet eine Seite dauerhaft mehr als die andere. Das hält der Körper erstaunlich lange aus, und irgendwann meldet er sich. Diese Zusammenhänge sehe ich in der Praxis am häufigsten:

  • Fersenschmerz, Spannung in der Fußsohle, Fersensporn. Der erste Schritt am Morgen tut weh. Dahinter steht häufig eine Zugspannung, die von weiter oben durch die Rückseite des Beins bis ins Fersenbein läuft.
  • Knieschmerzen, oft nur auf einer Seite. Wenn ein Knie sich meldet und das andere nicht, ist die Frage fast immer, warum dieses eine mehr abbekommt.
  • Hüftschmerzen und Leistenziehen. Ein Hüftgelenk, das nicht mittig geführt wird, arbeitet in einem ungünstigen Winkel. Das kann sich beim Gehen, beim Treppensteigen oder nachts in Seitenlage zeigen.
  • Einseitiger Gelenkverschleiß an Hüfte und Knie. Wenn eine Gelenkseite über Jahrzehnte mehr Druck bekommt als die andere, nutzt sie sich schneller ab. Das ist ein Grund, warum Arthrose so oft einseitig auftritt.
  • Muskuläre Dysbalancen. Eine Seite wird kurz und fest, die andere lang und schwach. Beide tun auf ihre Weise weh, und beide brauchen etwas anderes.
  • Seitliche Ausweichbewegung der Wirbelsäule. Steht das Becken schief, muss die Wirbelsäule darüber ausgleichen und weicht zur Seite aus, damit der Kopf gerade bleibt.
  • Rückenschmerzen im unteren Rücken. Die Stelle, die am häufigsten für alles andere geradesteht. Mehr dazu auf der Seite Rückenschmerzen.
  • Schulterhochstand und ein Schulterblatt, das anders läuft als das andere. Meist die stille Folge einer Beckenverdrehung, nicht der Schulter selbst.
  • Verspannungskopfschmerz. Das obere Ende der Kette. Leistet der Nacken den ganzen Tag Haltearbeit, zieht der Druck über den Hinterkopf nach vorne. Mehr dazu auf der Seite Nacken und Verspannungen.
  • Kieferpressen und einseitiges Kaumuster. Sitzt der Kopf nicht mittig auf der Halswirbelsäule, verändert das auch, wie der Kiefer schließt.

Auch Menschen mit wiederkehrenden Kopfschmerzen und mit Migräne kommen zu mir. Ich schaue mir dabei den muskulären und den statischen Anteil an: Kiefer, obere Halswirbelsäule, Schädelbasis, Schulterstand und die Beckenstellung darunter. Wie groß dieser Anteil bei dir ist, zeigt sich in der Behandlung.

Mobilisation des Kniegelenks auf der Behandlungsliege

Warum ich zusätzlich am Nervensystem arbeite

Es gibt einen Grund, warum ich nicht nur an Knochen und Gewebe arbeite: Spannung ist nicht nur mechanisch, sie ist auch chemisch.

Steht ein Mensch dauerhaft unter Strom, ist der Körper hormonell auf Bereitschaft eingestellt. Adrenalin und Cortisol sind hervorragende Hormone für einen Moment, in dem man wegrennen oder kämpfen muss. Sie erhöhen die Grundspannung der Muskulatur, denn ein Muskel, der gleich losspringen soll, wird nicht locker gelassen. Der Körper hält sich bereit. Für ein paar Minuten ist das brillant. Über Monate ist es Dauerspannung.

Die Faszienforschung der letzten Jahre hat dazu etwas Interessantes gezeigt: Faszien sind kein passives Verpackungsmaterial. In ihnen sitzen zusammenziehungsfähige Zellen, und im Laborversuch reagiert Faszienmaterial auf bestimmte Botenstoffe, indem es seine Spannung verändert. Das Bindegewebe kann also selbst zumachen, unabhängig davon, ob der Muskel darin bewusst angespannt wird. Man kann es sich so vorstellen: Der Körper zieht bei Gefahr nicht nur die Muskeln an, er zieht sein ganzes Gewebe enger, wie eine Schutzschicht.

Für die Behandlung heißt das etwas sehr Praktisches. Ich kann dich lösen, die Statik korrigieren, alles wieder in Bewegung bringen. Wenn du danach wochenlang im selben Stress steckst, macht der Körper wieder zu. Das ist keine Schwäche und kein Versagen, das ist Biologie. Es wäre unehrlich, dir zu versprechen, dass eine Behandlung dagegen ankommt.

Deshalb gehört die Arbeit am Nervensystem für mich dazu: ruhige, sehr sanfte Techniken wie ayurvedische Akupressurpunkte an Schädelbasis und Schläfen, Atmung, bewusste Ruhephasen und alles, was den Parasympathikus stärkt. Der Parasympathikus ist der Teil des Nervensystems, der für Ruhe, Verdauung und Regeneration zuständig ist. Reparatur passiert dort und nur dort. Ein Körper im Alarmzustand hat für Reparatur keine Kapazität übrig.

Wie das genau funktioniert, woran du ein überreiztes Nervensystem erkennst und welche Übungen du zu Hause machen kannst, steht ausführlich in meinem kostenlosen Leitfaden zum Nervensystem.

Frau sitzt mit dem Handy in der Hand auf dem Sofa am Fenster und schaut nachdenklich hinaus

Statik ist ein großer Faktor, aber nicht der einzige

Ich wäre unehrlich, wenn ich behaupten würde, alles im Körper ließe sich über die Ausrichtung erklären. Es gibt Beschwerden, die haben mit der Statik wenig zu tun. Und es gibt Menschen, bei denen die Statik gut aussieht und trotzdem etwas wehtut.

Was ich aus vielen Jahren Praxis sagen kann: Die Statik hat einen großen Einfluss, und sie ist der Teil, der sich am zuverlässigsten verändern lässt. Deshalb fange ich dort an. Was darüber hinaus zählt, sind die beiden anderen Säulen meiner Arbeit: ein Nervensystem, das aus dem Dauerstress herauskommt, damit Gewebe überhaupt regenerieren kann, eine Ernährung, die die Entzündungslage nicht zusätzlich anheizt, und das, was ein Mensch mit sich trägt und im Körper festhält. Dazu gibt es meinen Leitfaden zur Sprache der Seele.

Was ehrlicherweise geht und was nicht

Ich halte nichts davon, mehr zu versprechen, als möglich ist. Deshalb hier klar:

  • Eine bestehende Arthrose lässt sich nicht rückgängig machen. Knorpel, der abgebaut ist, wächst nicht nach. Was sich verändern lässt, ist die Last, die täglich durch das Gelenk läuft, und die Spannung im umliegenden Gewebe. Viele Patienten berichten, dass sich dadurch ihre Beschwerden ändern, auch wenn das Röntgenbild dasselbe bleibt.
  • Eine strukturelle Skoliose bleibt eine strukturelle Skoliose. Sind die Wirbel selbst verformt, ändert daran keine Behandlung etwas. Der funktionelle Anteil dagegen, also das, was aus Beckenstellung und Muskelspannung kommt, lässt sich beeinflussen. Bei Kindern und Jugendlichen gehört eine Skoliose immer in orthopädische Betreuung.
  • Eine Beinlängendifferenz kann echt oder scheinbar sein. Ist der Knochen tatsächlich unterschiedlich lang, gehört das orthopädisch versorgt. Sehr viel häufiger ist der Unterschied aber nur scheinbar, weil das Becken verdreht steht. Und daran lässt sich arbeiten.
  • Statik ist kein einmaliger Termin. Ein Körper, der sich seine Haltung über zwanzig Jahre eingerichtet hat, übernimmt eine neue Ausrichtung nicht an einem Nachmittag. Er braucht Wiederholung und Zeit dazwischen.

Wie ich vorgehe

1

Anschauen

Ich sehe mir an, wie du stehst und gehst: Beckenstand, Schulterstand, Fußbelastung, Drehungen. Oft erzählt schon das Stehen mehr als jede Beschreibung.

2

Zuhören

Alte Verletzungen, Operationen, Narben, Stürze, einseitige Belastungen aus Beruf oder Sport. Der Anfang der Geschichte liegt fast immer weit vor den Beschwerden.

3

Ertasten und testen

Ich prüfe Beweglichkeit und Gewebespannung und finde heraus, welche Stelle führt und welche nur mitmacht.

4

Ins Lot bringen

Becken, Wirbelsäule und die dazugehörigen Gewebeketten werden behandelt, mit den Methoden, die an diesem Tag passen. Zwischendurch teste ich nach, damit wir beide sehen, ob sich etwas bewegt.

5

Halten lernen

Du bekommst ein bis zwei Übungen mit, die genau deiner Statik dienen. Behandlung bringt die Ausrichtung, dein Alltag entscheidet, ob sie bleibt.

Bitte für den ersten Termin eine ganze Stunde buchen. Anamnese und Analyse brauchen Zeit. Kurztermine sind für Patienten gedacht, die ich schon kenne.

Womit ich arbeite

Die Statik ist der Blickwinkel, nicht die Methode. Behandelt wird mit dem, was passt: der STR®-Schmerztherapie als Fundament, der Dorn-Methode für Becken und Wirbelsäule, Mai Spinal Scooping für verklebtes Gewebe entlang der Wirbelsäule, dazu Faszientherapie, Schröpfen, Gua Sha, Triggerpunktarbeit und manuelle Techniken. Alle vierzehn Methoden stehen auf der Seite Leistungen.

Wo es sinnvoll ist, kommen die beiden anderen Säulen dazu: ein Nervensystem, das aus dem Dauerstress kommt, damit Gewebe überhaupt regenerieren kann, und eine Ernährung, die die Entzündungslage nicht zusätzlich anheizt.

Wann du zuerst zur Ärztin oder zum Arzt gehen solltest

Bitte lass die folgenden Zeichen ärztlich abklären, bevor du einen Termin bei mir buchst:

  • Beschwerden nach einem Sturz, Unfall oder einer Verdrehung mit sofortiger Schwellung
  • Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Kraftverlust in einem Bein oder Arm
  • Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang zusammen mit Rückenschmerz
  • Fieber, Nachtschweiß oder ungewollter Gewichtsverlust
  • Ein Gelenk, das rot, heiß und geschwollen ist
  • Schmerz, der nachts in Ruhe am schlimmsten ist und dich aufweckt
  • Bekannte Osteoporose, eine Tumorerkrankung in der Vorgeschichte oder Blutverdünner

Häufige Fragen zur Körperstatik

Was heißt Körperstatik eigentlich?

Damit meine ich, wie dein Körper im Stehen und Gehen über seinen eigenen Achsen steht: wie die Füße belastet sind, wie das Becken steht, ob eine Seite höher ist als die andere, wie sich die Wirbelsäule darüber aufbaut und wo der Kopf am Ende landet. Diese Ausrichtung entscheidet, wie sich das Körpergewicht auf Gelenke und Gewebe verteilt.

Ich habe Knieschmerzen. Warum schaust du dir das Becken an?

Weil das Knie zwischen Fuß und Hüfte hängt und selbst kaum entscheiden kann, wie es belastet wird. Steht das Becken schief, läuft die Last nicht mehr mittig durch das Gelenk, sondern gibt einer Seite mehr Druck. Das Knie meldet sich dann, obwohl die Ursache eine Etage höher oder tiefer liegt. Deshalb behandle ich nie nur die Stelle, die wehtut.

Kann eine Behandlung meine Arthrose rückgängig machen?

Nein, und das sage ich ganz klar. Knorpel, der abgebaut ist, kommt nicht zurück. Was sich verändern lässt, ist die Belastung, die täglich auf das Gelenk wirkt, und die Spannung im umliegenden Gewebe. Viele Patienten berichten, dass sich dadurch die Beschwerden ändern, auch wenn das Röntgenbild dasselbe bleibt.

Habe ich wirklich einen Beckenschiefstand, oder heißt das jeder Therapeut?

Ein leichter Unterschied zwischen links und rechts ist bei fast jedem Menschen da und völlig normal. Interessant wird es erst, wenn er groß genug ist, um im Alltag Beschwerden zu machen, und wenn er zu dem passt, was du erzählst. Ich schaue mir das an und sage dir ehrlich, wenn ich nichts Relevantes finde.

Brauche ich dafür Einlagen?

Manchmal ja, oft aber nicht sofort. Ein Fußgewölbe, das nur muskulär abgesunken ist, kann sich wieder aufrichten, wenn die Spannung darüber stimmt. Wenn ich den Eindruck habe, dass Einlagen sinnvoll sind, sage ich dir das und du lässt dich orthopädisch beraten. Ich verkaufe keine Einlagen.

Wie viele Termine brauche ich?

Bei einer frischen Blockade reicht manchmal ein Termin. Eine Statik, die sich über Jahre so eingerichtet hat, braucht mehrere Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen, weil der Körper zwischen den Terminen Zeit braucht, das Neue zu übernehmen. Nach der ersten Behandlung sage ich dir, was ich für realistisch halte.

Mein Fersensporn wurde schon behandelt und kam wieder. Woran liegt das?

Häufig daran, dass die Ferse behandelt wurde und nicht das, was sie überlastet. Wenn eine Beckenverdrehung dafür sorgt, dass eine Seite bei jedem Schritt mehr trägt, bleibt der Reiz bestehen, egal was man an der Ferse selbst macht. Der knöcherne Anbau verschwindet durch eine Behandlung nicht, aber die Zugspannung, die ihn weiter befeuert, lässt sich verändern.

Was hat Stress mit meiner Muskelspannung zu tun?

Sehr viel. Adrenalin und Cortisol stellen den Körper auf Bereitschaft, und dazu gehört eine erhöhte Grundspannung in Muskulatur und Bindegewebe. Für einen kurzen Moment ist das sinnvoll, über Monate wird daraus Dauerspannung. Deshalb arbeite ich zusätzlich am Nervensystem: Sonst löse ich in der Sitzung etwas, das im Alltag sofort wieder zumacht.

Den Körper wieder ins Lot bringen

Praxis in Schwebheim, wenige Minuten von Schweinfurt, Gochsheim, Sennfeld, Grettstadt und Röthlein, gut erreichbar auch aus Gerolzhofen, Sulzheim, Donnersdorf und Frankenwinheim. Buchung direkt online, ohne Verordnung.

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Diese Seite beschreibt meine Arbeitsweise als Therapeut und gibt meine Erfahrung aus der Praxis wieder. Sie stellt keine Diagnose, verspricht keinen Behandlungserfolg und ersetzt weder ärztliche Abklärung noch ärztliche Behandlung. Jeder Körper reagiert anders.